Hier finden Sie eine Auswahl der Programme von 48nord
| cape and the eternity | trio |
| physical | Duo |
| 48nord_plus | Trio |
| ...schsch | Sextett |
auch realisiert 48nord experimentelle radiophone Kompositionen sowie Theater- und Ballettmusik.
Ein unterhaltsamer Abend mit improvisierter Noise Avantgarde, Experimental Post Jazz, Neo Rock und Munich School zu Textcollagen nach Christian Enzensbergers “Größerer Versuch über den Schmutz”, von und mit cape and the eternity: 48nord (Ulrich Müller - Gitarre Elektronik, Siegfried Rössert – Bass, Elektronik), featuring Patrick Schimanski – Schlagzeug, Stimme, Elektronik.
1968 veröffentlichte Christian Enzensberger seinen mittlerweile fast vergessenen Text “Größerer Versuch über den Schmutz”, der ungeachtet seines experimentellen Erzählstils zunächst große Aufmerksamkeit erregte. Das Thema Schmutz wird hier in vielfältigsten, durchaus metaphorischen Zusammenhängen mit höchster Sprachfertigkeit und nicht ohne finsteren Humor durchdekliniert. Geradezu eine Einladung, dem mit Mitteln der musikalisierten Textcollage, experimenteller Klanggestaltung und des ins Heute transformierten pop- bzw. rockmusikalischen Stilzitats als Referenz an die 1968-Jahre zu begegnen.
physical ist der Titel des neuen Duo-Programms von 48nord. Siegfried Rössert und Ulrich Müller greifen auf Erfahrungen zurück, die sie in vielen Kompositionen für zeitgenössischen Tanz sammeln konnten. Bei physical fließt die Körperlichkeit jedoch di-rekt in die Musik ein: massive Klangballungen türmen sich zwischen fein abgestuften, klanglichen Ruhezonen auf und wirken nahezu greifbar. Repetitive Muster, entlehnt aus dem Jazz und der Rockmusik, lassen an einen urbanen Tanz erinnern, von dem nichts bleibt als eine Spannung im Raum. An der Schnittstelle zwischen zeitgenössischer Komposition, elektronischer Musik und Improvisation bringen sich die beiden Musiker von 48nord mit riskant virtuosen Passagen an die Grenze des Spielbaren, an die Grenzen des musikalisch Möglichen.
weitere Informationen zu physical finden Sie hier.
2004 spielten 48nord erstmals mit dem New Yorker Schlagzeuger Guillermo Brown im George Lewis Oktett beim SWR New Jazz Meeting. Guillermo Browns vielfarbiges und kraftvolles Spiel, für das er u.a. bei Matthew Shipps Power Jazz bekannt wurde und die vielschichtigen Klangwelten von 48nord ergänzen sich perfekt zu einem gleichermaßen vitalen wie ungewöhnlichen Musikereignis, wie sie auch bei der zweiten Zusammenarbeit (Trembling XXX) unter Beweis stellten. Jetzt setzen sie diese vielversprechende Zusammenarbeit in einer komprimierten und konzentrierten Trioformation fort.
Guillermo E. Brown ist Schlagzeuger, Sänger und Klangkünstler. Auf über 25 CDs und live in Europa und den USA spielte er u.a. mit Matthew Shipp, Anthony Braxton, George Lewis, David S. Ware, Vernon Reid/DJ Logic's Yohimbe Brothers, William Parker, Cooper-Moore, Roy Campbell, DJ Spooky, El-P, Carl Hancock Rux, Mike Ladd, Vijay Iyer, Grisha Coleman, und Dave Burrell. Er realisierte Solo-Projekte und komponierte für unterschiedliche Besetzungen. 2003 erhielt er für seine Arbeit das Van Lier Stipendium des Harvestworks Digital Media Arts Center. Derzeit ist er außerordentlicher Professor am NYU's Clive Davis Department of Recorded Music and Gallatin School of Independent Study.
Anläßlich seines 10-jährigen Bestehens präsentiert das Duo 48nord unter dem Namen ...schsch eine neues Sextett. ...schsch ist ein musikalischer Schmelztiegel aus Noise-Rock, experimenteller Avantgarde und Jazz. 48nord knüpft hier musikalisch an dem Projekt Killing Range an, über dessen Sound die Süddeutsche Zeitung schrieb: "brachial, urban, die Grenze zwischen extremer Struktur und Improvisation verwischend." Für ...schsch hat 48nord eine Reihe langjähriger musikalischer Wegbegleiter und Freunde versammelt und allein der Blick auf das Schaffen der sechs Musiker zeigt, wie breit gefächert das musikalische Spektrum dieser neuen Formation ist.
Video-Extracts finden Sie hier auf unserer myspace-Seite.
48nord wird bei ...schsch von einer Reihe renommierter Musiker begleitet.
Leo Gmelch (Posaune, Tuba) spielte mit George Lewis, Olga Neuwirth, Barry Guy, Franz Hautzinger, Vinko Globokar, Konstantin Wecker, Hans Söllner, Udo Lindenberg und komponierte eine Reihe ex-perimenteller Schauspielmusiken.
Rich Laughlin (Trompete, Flügelhorn) spielte u.a. mit Bennie Maupin, Charly Mariano, Dusko Goykovich, The London Jazz Composers Orchestra, George Lewis, Wolfgang Dauner, Barry Guy, Buster Williams und Victor Lewis.
Thomas Simmerl (Schlagzeug, Elektronik) arbeitete sowohl im Studio, als auch konzertant u.a. mit Barry Guy, George Lewis, Jasper van t´Hoff, Klaus Doldinger, Söhne Mannheims, I Movreni, Earha Kitt, Bobbie Kimball, Peter Frampton und Joshua Kadison.
Wolfram Winkel (Marimba, Vibraphon, Percussion): spielte u.a. als regelmäßiger Gast des Ensemble Modern u.a. Frank Zappas Yellow Shark, arbeitete u.a. mit Steve Reich und George Lewis, ist Mitglied des Schlagzeugensembles Power!Percussion, und konzertierte als Solist mit dem Niederländischen Radio Kammerorchster, dem Italienischen Rundfunksinfonie-Orchester und dem Rundfunk-Orchester Saarbrücken.
Seit 2006 besteht eine Zusammenarbeit mit dem italienischen Choreographen Jacopo Godani, für den sie für das Bayerische Staatsballett, das Nederlands Dans Theater, das Sydney Dance Theatre, das Staatstheater Mainz, die Dresdner Semperoper und die Oper Toulouse komponierten. Darüber hinaus schrieben sie Theatermusik (u.a. für Ruth Geiersberger und Alexander Gerner / München).