Hier finden Sie eine Auswahl der Programme der cie. toula limnaios:

wound
les possédés
reading tosca

 

 

wound

 

Konzept/Choreographie Toula Limnaios
Musik Ralf R. Ollertz
Tanz/Kreation

Mercedes Appugliese, Fleur Conlon, Kayoko Minami, Clebio Oliveira, Ute Pliestermann, Hironori Sugata

Kostüme Antonia Limnaios, Toula Limnaios
Video cyan
Lichtdesign Maximilian Stelzl
Technische Leitung Jan Langebartels
Assistenz Felipe Luck
Public Relations Silke Wiethe

 

wound - zwischen Traum und Trauma oder die Wunde des Schmetterlings…“ - ein choreographischer Traum als verstörende Enthüllung. Man sieht nie das Ganze.  Trauma - man verschließt die Augen, der Leib wirkt wie abgetrennt - schwebende Chimären voller Traum-Splitter. Die Nacht wendet sich dem Tag zu.

Träume und Alpträume, fragmentarisch und rätselhaft wie in einem Labyrinth von Verletzungen, schlafen wie ein Minotaurus in jedem von uns und schreien nach einer Ariadne, um herauszukommen, ziehen diesen unsichtbaren Faden, der uns mit der Welt verbindet in die Wirklichkeit. Vergangene Dramen im Traum - unverbunden neben der Zeit - wie ein Gespenst - spinnen sich fort bis in den Wachzustand. Schmerz - liegt in der Luft - ein Riß geht durch den Körper. Der Schlaf gebiert Ungeheuer. Alles passiert in unseren Nächten. Erinnerungen und Verdrängtes wälzen Dinge und Situationen, die uns am Tag geschehen sind: Wiederkehrungen, Kindheitserlebnisse, Ängste, Geister, die uns aus unserer Vergangenheit noch und immer wieder berühren. In der Fantasie reifen Geheimnisse aus der Tiefe unserer Abgründe und Wünsche - alles, was wir nicht einmal artikulieren können...

"Wenn man im Traum weiß, dass man träumt, ist man kurz vor dem Aufwachen. Ich werde gleich aufwachen. Vielleicht ist dieses Feuer nichts anderes als der erste Strahl der Morgensonne einer anderen Wirklichkeit."
(Michael Ende)

 

Vorstellungen:
HALLE TANZBÜHNE BERLIN, 14.-15. & 19.-22. November 2009
Musictheatre Balthoppen Kopenhagen, 30. November - 1. Dezember 2009
Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt/Main, 3.-5. Dezember 2009

 

 

 

les possédés

 

Konzept/Choreographie Toula Limnaios
Musik Ralf R. Ollertz
Tanz/Kreation

Mercedes Appugliese, Fleur Conlon, Kayoko Minami, Clebio Oliveira, Ute Pliestermann, Hironori Sugata

Kostüme Antonia Limnaios, Toula Limnaios
Lichtdesign Maximilian Stelzl
Technische Leitung Jan Langebartels
Assistenz Felipe Luck
Public Relations Silke Wiethe

 

Die Inszenierung fußt auf Charakterbeschreibungen, die von Dostojewskijs psychologisch geprägten Menschenbildern inspiriert sind. Die Figuren verstricken sich in surreal undurchschaubare, bedrohliche Situationen. Es sind fest sitzende Menschen, gefangen in einem Netz ihrer Ängste, zwischen Selbstversicherung und Verunsicherung, Sehnsucht und Scheitern, Macht und Missbrauch, Idealismus und Fanatismus. Besessen von ihren inneren Dämonen, öffnen sie einen Riss - hineingesogen, wie hypnotisiert, entdecken sie einen Abgrund hinter der Fassade, Masken des Alltags, ein Schein der früher oder später zerfällt.

Nicht das Exzessive, sondern die alltägliche Nacht, hinter der etwas Unheilvolles schimmert ... zwei Schritte weiter... und die Seele wird schwarz ... Das Dunkle ist manchmal noch fern, manchmal schillert es schon im Schatten am Rande der Szenerie – in stillem Einklang – ein unsicheres Gelände – tief bedrohlich und elegant beschworen. Eine Ausgrabung – schön und gespenstisch – über die Ängste und Schwächen banger Herzen. Ein geheimnisvoller Schatten liegt über dem Geschehen ... jederzeit könnte etwas passieren ... nicht offensichtlich und doch ist es überall ...

Kreiert werden Portraits, die die menschliche Existenz in ein unerbittliches Licht rücken und die Personen bis zum äußersten Grat treiben. Ihr verhängnisvolles Verhalten wird in radikale Bilder gebannt, die trotz der Tragödie der Grenzen menschlichen Handelns ein eigenwillig poetisches Spiel bieten.

 

Vorstellungen:
HALLE TANZBÜHNE BERLIN, 2.-5. & 9.-12. Juli 2009
Brasilien Tournee (Belo Horizonte/Fortaleza/Recife/Joao Pessoa), 13.-31. Oktober 2009

 

 

 

reading tosca

 

Konzept/Choreographie Toula Limnaios
Musik Ralf R. Ollertz
Tanz/Kreation

Mercedes Appugliese, Fleur Conlon, Kayoko Minami, Roberto Zuniga Fallas, Clebio Oliveira, Ute Pliestermann, Hironori Sugata

Kostüme Antonia Limnaios/Toula Limnaios
Lichtdesign  Klaus Dust
Public Relations Silke Wiethe

 

reading tosca – eine spannungsgeladene choreographische Neulesung der Puccini-Oper – ist nicht die Inszenierung einer Oper, sondern eine zeitgenössische Neukomposition in Bewegung und Klang.

Die Choreographie vereint in einem polyphonen Tableau grausame Poesie und Zwietracht, Bilder des Schreckens, sensibles Portrait und zunehmend ironische und kritische Gesellschaftsbilder. Puccinis Komposition wird dekonstruiert und kleinste Partikel erscheinen aus dem Verborgenen. So ist auch die Musik poetische Metapher der Fragilität ebenso wie Spiegel der der Oper innewohnenden zerstörerischen Kraft.

Eine Geschichte, die sich jederzeit wiederholen könnte, gestern, heute, immer, tosca toujours. »reading tosca« – Gehörtes, Geträumtes, Gefühltes, Projiziertes – die Grenzen verschwinden in Körper, Raum und Zeit, dazwischen mehr als tausende Augenblicke, doch der Abgrund ist stets gegenüber – zeitlos bestürzend: alles will, alles verliert.

reading tosca ist eine Neulesung der Puccini für 4 Tänzerinnen und drei Tänzer und Koproduktion der cie. toula limnaios mit Kunst aus der Zeit der Bregenzer Festspiele und dem Bregenzer Frühling sowie dem Künstlerhaus Mousonturm.

 

Vorstellungen:
Festspielhaus Bregenz,  29. und 30. Mai 2008
HALLE TANZBÜHNE BERLIN, 12.-15. & 19.-22. & 26.-28. Juni 2008
Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt/Main, 21. - 24. August 2008
Tafelhalle Nürnberg, 18. & 19. Oktober 2008
Festival de Mujeres en la Danza, Quito/Ecuador, 9. März 2009
Festival MuDanzas, Cartagena/Spanien, 28. März 2009

Weitere Informationen zu der Produktion finden Sie hier als pdf zum download. Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen oder eine DVD zu.

Einen Trailer finden Sie hier.