| Komposition | Morton Subotnick |
| Text | Morton Subotnick, inspiriert von: Phaedrus von Plato, Eleni von Nicholas Gage, The Little School: Tales of Disappearance and Survival von Alicia Partnoy und The Holocaust Kingdom: A Memoir von Alexander Donat sowie Jacob’s Room von Virginia Woolf |
| Musikalische Leitung | Ari Benjamin Meyers |
| Vocal Coach | Joan La Barbara |
| Inszenierung, Bühne, Kostüme | Mirella Weingarten |
| Live-Video | Lillevan |
| Klangregie | Torsten Ottersberg |
| Licht | Jean-Mario Bessière |
| Produktion | soniq performing arts |
| Besetzung |
Ruth Rosenfeld - The Guide |
| Musik | SooJin Anjou - Keyboard/musikalische Assistenz Eva Freitag - Violoncello Marika Gejrot - Violoncello Andreas Voss - Violoncello Augustin Maurs - Violoncello |
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Eine Produktion von Kunst aus der Zeit, Bregenzer Festspiele in Koproduktion mit soniq performing arts, Berlin und Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden, mit freundlicher Unterstützung der American Academy, Berlin, finanziert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, Berlin. Ein Auftragswerk von Kunst aus der Zeit/Bregenzer Festspiele und soniq performing arts, Berlin. |
Komposition: Morton Subotnick
Der amerikanische Komponist Morton Subotnick (*14.4.1933, USA) ist einer der wichtigsten Pioniere der elektronischen Musik und Wegbereiter im Bereich der multimedialen Künste. Ende der 1960er Jahre war er der erste Komponist, der von einer Plattenfirma (Nonesuch Records) ausdrücklich einen Auftrag für eine elektronische Komposition bekam. Dieses Werk, Silverapples of the Moon, sowie The Wild Bull, Touch und Sidewinder, waren damals „Tophits“ in den Plattencharts. Viele seiner Werke wurden von Tanzkompanien auf der ganzen Welt choreographiert; zu anderen entstanden Videos. In den 1990er Jahren wurde der Komponist von der Elektronika-Szene wieder entdeckt und seine Musik genoss erneut eine wachsende Popularität. Daraufhin erstellte Subotnick 2004 und 2005 neue Versionen seiner klassischen Werke im Surround-Sound für heutige Konzertsäle.
Musikalische Leitung: Ari Benjamin Meyers
ist bekannt für die Vielfalt seiner musikalischen Aktivitäten: er dirigiert klassische Oper und Welturaufführungen, spielt in verschiedenen Rockbands, komponiert Opern und Musik für Film, Theater und Tanz. Er gründete Club Redux, eine Reihe von Club Events mit seinem Redux Orchestra, um E-Musik in die Berliner Club-Szene zu bringen. Die wichtigsten Projekte der letzten Zeit waren unter anderem die Zusammenarbeit mit Einstürzende Neubauten (aus der zwei CDs hervorgegangen sind), Sun Electric, The Orb oder seine Tätigkeit als musikalischer Leiter von Il Tempo del Postino (Teil des 2007 erstmals veranstalteten Manchester International Festival), bei der er eng mit einer Reihe führender bildender Künstler wie Matthew Barney, Dominique Gonzales-Foerster, Trisha Donnelly, Tino Sehgal und Anri Sala zusammenarbeitete. Zuletzt wurde seine Komposition zu Musikmaschine in Zusammenarbeit mit La Fura dels Baus in Saarbrücken und die Eichbaumoper zusammen mit raumlabor Berlin in Essen aufgeführt.
Vocal Coaching: Joan La Barbara
Joan La Barbaras Karriere als Komponistin/Performer/Klangkünstler erkundet die menschliche Stimme als ein facettenreiches Instrument mit dem sie traditionelle Grenzen überschreitet und schaft so Arbeiten für mehrere Stimmen, Kammerensembles, Musiktheater, Orchester und interaktive Technologie wobei sie ein einzigartiges Vokabular experimenteller und erweiterter Gesangstechniken entwickelt: Multifonie, Zirkulargesang, Geheul und Knacklaute wurden zu ihren "Markenzeichen", mit denen sie mit zahlreichen Preisen in den USA und Europa ausgezeichnet wurde (so z.B. 2004 das Guggenheim Stipendium für Komposition oder die DAAD Artist-in-Residency in Berlin). Joan La Barbara begleitet die Proben von Jacob's Room als Vocal Coach.
Regie/Ausstattung: Mirella Weingarten
Nach einem Schauspielstudium in London studierte Mirella Weingarten Kunst in Edinburgh und Hamburg (u.a. bei Marina Abramovic). Sie schloss ihr Studium mit einem Meisterschüler in Bühnen - und Kostümbild an der Slade School of Art in London ab. Seit 1996 arbeitet sie als Bühnenbildnerin, Regisseurin und Choreographin. 1999 gründete sie das tanztheater mirella weingarten und kehrte nach Deutschland zurück, wo sie 2000 mit ihrem Ensemble im Theater am Halleschen Ufer in Berlin auftrat. Von 2000 an arbeitete sie eng mit der Zeitgenössischen Oper Berlin zusammen, für deren Produktionen sie regelmäßig Bühne und Kostüme entwarf. Ihre Inszenierungen und Ausstattungen führten sie auch international zu den Salzburger Festspielen, dem Luzerner Theater in der Schweiz, der Expo Zaragoza, an die Komische Oper Berlin und an die Biennale Venedig. Ihre eigenen Choreographien führten sie unter anderem in das KKL Luzern, die Tonhallen Zürich und St. Gallen, das Operhaus Leipzig, den mdr Musiksommer, das Kunstfest Weimar, das Davos Festival und andere Festivals.
Video: Lillevan
Der gebürtige Schwede Lillevan ist als Medienkünstler in ganz Europa, Asien, Nord- und Südamerika tätig. Er arbeitet mit Musikern, Choreographen und bildenden Künstlern zusammen. Er erstellt auf der Grundlage von vorgefundenem Bildmaterial, eigenen Aufnahmen und computergenerierten Bildern Filme, die mit der Musik in Wechselwirkung treten. Projekte von Lillevan waren unter anderem auf der documenta Kassel zu sehen, bei der Transmediale Berlin, Zagreber Biennale, Mutek Montreal, Centro De Arte Actual y Diseño in Gijon (Spanien), Philharmonie Luxembourg, Dutch Electronic Art Festival in Rotterdam oder dem Unsound Fest Krakau. Beteiligte Musiker waren insbesondere das Ensemble Modern, die musikFabrik und Zeitkratzer.